siciliamigranti.blogspot.com ist ein italienischsprachiges Monitoringprojekt zur Situation der Flüchtlinge in Sizilien, dort finden Sie die Original-Berichte, hier finden Sie die deutschen Übersetzungen. Klicken Sie auf die auf die Namen der Schlagworte (keywords), wenn Sie bestimmte Themen suchen.

Montag, 8. Januar 2018

Libyen: Ein Bericht über die Vorfälle innerhalb der Gefängnisse, in denen Migrant*innen festgehalten werden

Asgi.it* - Das Urteil des Mailänder Schwurgerichts wurde am 10. Oktober 2017 verkündet. Es hat einen Somalier zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Er wurde schuldig gesprochen, weil er Anfang des Jahres 2016 in einem Lager für Migrant*innen in Libyen sehr gravierende Gewaltakte ausgeübt haben soll (vgl. Pressemitteilung vom 10. Oktober). 


Dienstag, 2. Januar 2018

Obdachloser Tunesier tot in Palermo aufgefunden. Dritter Todesfall in drei Monaten

Foto: Pixabay
Redattoresociale.it - Der Tote wurde gestern unter einem Bogengang in der Nähe des Hafens von Palermo gefunden. Örtliche Hilfsorganisationen äußerten ihre Empörung über das Phänomen hilfsbedürftiger Migrant*innen, die vom Aufnahmesystem ausgeschlossen bleiben. „Diese alleinstehenden Personen sind gezwungen, in völliger gesellschaftlicher Unsichtbarkeit zu leben.“

Montag, 18. Dezember 2017

Ein Hund ist mehr wert als ein Schwarzer

Ein Hund oder eine Katze können in Campobello di Mazara mit den Mitteln der Stadt für etwa 2.000 Euro von einem Tierarzt behandelt werden. Dagegen fehlen bei uns die Mittel, um die 1.800 Migrant*innen, die unsere Oliven pflücken, entsprechend zu entlohnen. Beim Surfen im Netz gefunden, bestätigt diese Meldung einmal mehr, dass bei uns die Migrant*innen weniger als nichts wert sind: ihnen können wir alle Freiheiten und Rechte vorenthalten, weil wir sie wie Tiere behandeln, die noch weniger wert sind als Hunde und Katzen.


Freitag, 15. Dezember 2017

Permanentes Völkertribunal zur bislang straflosen Verletzung der Menschenrechte von Migrant*innen und Geflüchteten tritt in Palermo zusammen

Das Permanente Völkertribunal wurde in Palermo einberufen, um zu prüfen, ob die politischen Strategien und Praktiken der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten, in erster Linie Italiens, Verletzungen des Völkerrechts oder der Menschenrechte von Migrant*innen und Geflüchteten darstellen. 


Wir sind keine Schleuser

Vita.it – Tag und Nacht haben sie gearbeitet, um das Haus des Weihnachtsmanns fertigzustellen. Einer hat Holz gehackt, ein anderer den Schlitten oder den Baum lackiert, wieder einer hat Blätter für die kleinen Gestecke gesammelt und der nächste das Moos und die Steine für die Höhle. Zwischen dem Besuch bei eine*m Anwält*in und dem Telefonat mit den Eltern im Senegal oder in Ghana, die noch bis vor kurzem, als sie im Gefängnis waren, gedacht hatten, sie seien tot. Zwischen dem einen und dem anderen hoffnungsvollen Wort. Bevor sie bei den Carabinieri unterschreiben, so wie sie es jeden Nachmittag tun, bevor sie ins Gefängnis zurückkehren.
Foto:Alessandro Puglia, Vita.it

Montag, 11. Dezember 2017

Newsletter SICILIAMIGRANTI - November 2017

  • Lampedusa: Versuchspersonen der Migrationspolitik 
  • Die Aufnahme zwischen Irrationalität und Notverwaltung 
  • Unsichtbare Migrant*innen immer erpressbarer: Die neuen Sklav*innen 
  • Die Eingriffe der libyschen Küstenwache verursachen Tote und Zurückgewiesene 
  • News: Interreligiöse Gedenkfeier in Palermo; MEDU* übergibt Minniti einen Brief zum libyschen Massaker 
  • Events: Permanentes Völkertribunal in Palermo einberufen; Das Jahr 2017 ist im letzten Monat angekommen und es ist fast Weihnachten...